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Langzeit- EKG – Das müssen Sie beachten

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Ein Langzeit-EKG (kurz LZ-EKG) ist eine diagnostische Maßnahme, bei der das Elektrokardiogramm der Patient*innen auf Veränderungen untersucht wird. Über eine Zeitspanne von 24 Stunden wird der Herzrhythmus sowie die Herzfrequenz aufgezeichnet und im Anschluss von unseren Fachärzt*innen ausgewertet. In Ausnahmefällen werden die Werte über einen längeren Zeitraum gemessen, die maximale Dauer beträgt fünf Tage. Die Untersuchung bringt kein Risiko mit sich und eignet sich somit für alle Patient*innen.

Wann ein Langzeit-EKG sinnvoll ist und was es zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann ist ein Langzeit-EKG sinnvoll?

In der Regel ordnen Ärzt*innen ein Langzeit-Elektrokardiogramm an, um bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, festzustellen oder auszuschließen.

Das gesunde Herz schlägt im Sinusrhythmus. Das bedeutet, dass es sich in regelmäßigen Abständen an- und entspannt. Das geschieht aufgrund elektrischer Signale, die vom sogenannten Sinusknoten, der im rechten Vorhof liegt, gesendet werden.

Es gibt viele verschiedene Rhythmusstörungen, die Mediziner*innen auch Arrhythmie nennen. Einige sind gesundheitlich unbedenklich, andere bedürfen einer Therapie. Manche Herzrhythmusstörungen treten vorrangig in bestimmten Situationen, beispielsweise unter Belastung oder bei Stress auf und sind daher bei einer einmaligen EKG-Untersuchung in Ruhe nicht festzustellen.
Eine weitere Indikation können Symptome wie unklare Ohnmachtsanfälle (unklare Synkope), häufiger Schwindel oder Herzrasen sein. Außerdem eignet sich das Langzeit-EKG, um auffällige Befunde vorheriger Untersuchungen abzuklären oder den Erfolg einer bereits begonnenen Therapie zu beurteilen.

Für Privatpatient*innen ist das  Langzeit-EKG zur Vorsorge im Rahmen eines Gesundheits-Check-Up’s in der Regel eine Kassenleistung, als Selbstzahler*in müssen Sie die Kosten der Untersuchung selbst tragen.

Das wird gemessen

Anhand eines EKG’s zeichnet der Rekorder während dem festgelegten Zeitraum Ihre Herzaktionen, genauer den Herzrhythmus sowie die -Frequenz auf. Das gibt unseren Ärzt*innen Auskunft darüber, ob Ihr Herz in regelmäßigen Abständen schlägt, die Geschwindigkeit den Situationen angemessen ist und ob die Signalweiterleitung vom Sinusknoten zum Herzmuskel optimal verläuft.

Vorbereitung und Ablauf

Zum Anlegen des EKG-Geräts vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis in Köln, in der Regel planen wir Sie dazu am Morgen ein und reservieren Ihnen das entsprechende Gerät. Im Behandlungszimmer bringt eine Fachkraft die vier EKG-Klebeelektroden an Ihrem Oberkörper an.

Sollte Ihre Brust stark behaart sein, bedarf es einer vorherigen Rasur. Gern können Sie das bereits zu Hause erledigen, bei Bedarf unterstützen wir Sie aber selbstverständlich dabei. Darüber hinaus ist es wichtig, beim Duschen vor dem Termin auf rückfettende Duschbäder oder Körpercremes zu verzichten.

Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie in der Vergangenheit allergisch auf Pflaster oder Wundverbände reagiert haben, wir verwenden dann spezielle Elektroden. Im Anschluss werden diese mithilfe von Kabeln mit dem EKG-Rekorder befestigt. Das Gerät können Sie sich bequem um den Hals hängen.

Damit ist die Vorbereitung der Untersuchung abgeschlossen und Sie verbringen die nächsten 24 Stunden mit dem Rekorder. Nach der Messung kommen Sie mit dem Langzeit-EKG einfach zurück in unsere Praxis, wo unsere Fachangestellten Ihnen das EKG abnehmen.

Die passende Kleidung und Körperpflege mit Langzeit-EKG

Um Druckstellen durch die Kabel des EKG’s zu vermeiden, ist es sinnvoll, nicht zu eng anliegende Kleidung zu tragen. Die Kabel sollten locker auf Ihrer Haut aufliegen, ohne dass Sie beim Tragen ein unangenehmes Gefühl wahrnehmen.

Während der 24-stündigen Messung bitten wir Sie, auf Duschen und Vollbäder zu verzichten. Die verwendeten Geräte sind nicht wasserdicht, außerdem könnten die Elektroden verrutschen oder ihre Haftung verlieren.

Darauf müssen sie während der Messung achten

Während des Langzeit-EKG’s können Sie Ihrem normalen Tagesablauf nachgehen. Lediglich auf sehr schweißtreibende Sportarten sowie auf solche, während denen der Recorder beschädigt werden oder die EKG-Elektroden verrutschen könnten, sollten Sie verzichten.

Sonst gilt: Das Ziel der Aufzeichnung ist es, etwaige Herzrhythmusstörungen oder auffällige Aktivitäten des Herzens im Alltag aufzuzeichnen und festzustellen. Daher hätte es wenig Sinn, sich während der EKG-Aufzeichnung zu schonen.

Um Rhythmusveränderungen sowie die Höhe der Herzfrequenz im Nachhinein zuordnen zu können, erhalten Sie in unserer Praxis ein Aktivitätenprotokoll, in dem Sie Ihren Tag mit Langzeit-EKG grob aufzeichnen sollten. Dabei sollten auch Aktivitäten wie Treppensteigen oder Ruhepausen Beachtung finden – Schließlich ist es ganz normal, dass die Herzaktivität während dem Aufstieg in den vierten Stock höher ist als während Ihres wohl verdienten Mittagsschlafs. Eventuell auftretende Beschwerden können ebenfalls mit EKG-Veränderungen zusammenhängen.

Beschwerden, welche Sie notieren und mittels Betätigung einer Markierungstaste kenntlich machen sollten, sind zum Beispiel:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Schmerzen in der Brust
  • Herzrasen

Langzeit-EKG – Ergebnisse und Auswertung

Die Auswertung der Ergebnisse nimmt ein bis zwei Werktage in Anspruch. Sollte das EKG bedrohliche Veränderungen aufweisen, informiert unser Praxisteam Sie unverzüglich.

Im Normalfall besprechen unsere Ärzt*innen die Ergebnisse bei einem im voraus vereinbarten Termin mit Ihnen.

Die Ärzt*innen erheben die niedrigste, höchste und durchschnittliche Herzfrequenz, eventuelle EKG-Veränderungen sowie den Grundrhythmus des Herzens. Mithilfe des ausgefüllten Aktivitätenprotokolls können die Werte Ihres EKG’s mit den erfassten Tätigkeiten und Beschwerden abgeglichen werden.

So können die Ärzt*innen von RheinKardio feststellen, ob die aufgezeichneten Daten pathologisch (krankhaft) oder physiologisch (gesund) sind.

 

 

Weiterführende Diagnostik und Therapie

Im Optimalfall ist die Auswertung des Langzeit-EKG’s ohne Befund und Ihr Herz ist gesund – dann ist keine weitere Diagnostik oder Behandlung notwendig. Andernfalls entscheiden die Ärzt*innen von RheinKardio individuell, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind und welche Methode die passende für Sie ist.

Neben einem Belastungs-EKG und einem Ultraschall des Herzens kann auch eine Computertomographie für die weitere Diagnosestellung geeignet sein.

Zeigt sich mithilfe der diagnostischen Methoden, dass sie beispielsweise an einer Rhythmusstörung leiden, erfolgt zunächst häufig eine medikamentöse Behandlung. Ihren individuellen Behandlungsplan können Sie jederzeit mit unseren Ärzt*innen absprechen.

FAQ – Die häufigsten Fragen zum Langzeit-EKG:

 

Es empfiehlt sich, während der Aufzeichnung des Langzeit-EKG’s dem normalen Alltag nachzugehen. Allerdings sollten Sie auf Duschen und Vollbäder verzichten, ebenso auf sehr schweißtreibende Sportarten. So verhindern Sie, dass die Elektroden des Recorders verrutschen oder abfallen und so das Messergebnis des Langzeit-EKG’s verfälscht wird.
In der Regel dauert die Langzeitmessung 24 Stunden. In Ausnahmefällen ist auch eine Aufzeichnung über einen längeren Zeitraum notwendig, die maximale Aufzeichnungsdauer des Langzeit-EKG kann 4 bis 5 Tage dokumentieren. Während dieser Zeit wird Ihre Herzaktivität via EKG aufgezeichnet, die Ergebnisse werden im Anschluss von Ärzt*innen begutachtet und ausgewertet. Anhand der Ergebnisse können weitere Untersuchungen, zum Beispiel ein Belastungs-EKG folgen.
Während des Langzeit-EKG wird durch am Körper angebrachte Elektroden über 24 Stunden Ihr Herzrhythmus sowie die Frequenz aufgezeichnet. Dazu werden Elektroden an Ihrem Oberkörper angebracht, die mit einem kleinen EKG-Recorder verbunden sind. Das Gerät tragen Sie für die Zeit des LZ-EKG dauerhaft am Körper. Die aufgezeichneten Werte sind auf dem Gerät gespeichert und können so im Anschluss an die Untersuchung ausgewertet werden. Die Ärzt*innen können so zum Beispiel Herzrhythmusstörungen erkennen oder bestimmte Symptome wie Schwindel, Schwäche, Atemnot möglicher Rhythmusstörungen zuordnen oder ausschließen
Zum Anlegen des Langzeit-EKG empfiehlt es sich, bequeme Kleidung zu tragen, die Sie unproblematisch ablegen können. Auch während der Zeit der Messung sollten Sie, um Druckstellen durch die Kabel des Langzeit-EKG zu vermeiden, auf eng anliegende Kleidung und Bügel-BH’s verzichten. Abgesehen davon sollte das LZ-EKG-Gerät Sie in der Wahl Ihrer Kleidung nicht zu sehr einschränken.

Der Inhalt dieses Artikels erfüllt lediglich den Zweck der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Es werden keine Empfehlungen ausgesprochenen oder diagnostische Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel beworben. Weder die Vollständigkeit  noch die Richtigkeit, Aktualität und Ausgewogenheit der Inhalte können garantiert werden. Die Texte stehen nicht stellvertretend für eine fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in. Darüber hinaus sollen die Inhalte nicht Anlass für eine eigenständige Diagnose sein und zum Beginn, zur Änderung oder Beendigung einer medizinischen Behandlung von Krankheiten beitragen. Bei medizinischen Fragen kontaktieren Sie Ihre*n Ärzt*in oder Apotheker*in. RheinKardio und die Autor*innen der Texte übernehmen keine Haftung für Schäden, die aus der Anwendung der hier beschriebenen Informationen entstehen.